Sonntag, 1. Februar 2015

Klaus Jebens: Die Urkraft aus dem Universum

Mindestens drei Betrachtungsweisen fallen einem ein, falls man sich mit den Therorien von Klaus Jebens in "Die Urkraft aus dem Universum" beschäftigt:
  • Erstens. Man tut das ganze als Blödsinn ab und verbaut sich somit alle Chancen, sich den Thesen zu nähern.
  • Zweitens. Man wird zum "Verschwörungstheoretiker" und getraut sich nicht mehr, das ganze nüchtern zu betrachten.
  • Drittens. Man nähert sich dem Thema wissenschaftlich, entstaubt das ganze von seiner esotherischen Nähe und lässt zu, zu erkennen, daß da einiges an Potential vorhanden ist.

Von vielen, die sich mit dem Thema "Freie Energie" beschäftigen, höre ich immer den Namen Nikola Tesla. Der Mensch mag ein brillianter Kopf gewesen sein. Es stört jedoch erheblich, wenn sich herausstellt, daß von seinen genialen Erfindungen eigentlich nichts greifbares übrig bleibt, als die Erzählungen derer, die wiederum gerne seinen Theorien nacheifern.
So werden in dem Sachbuch viele Namen genannt, deren Erfindungen eigentlich darin bestehen, daß sie die Gemeinde der Anhänger in ihren Thesen bestärken. Richtig funktionierende Ergebnisse wurden von ihnen nicht erzielt. Dabei bleibt es jedem überlassen, festzustellen, ob dies am technischen Mißgeschick, an Sabotage oder Geldmangel lag.

Die Namen der vorgenannten, bleiben in der folgenden Liste ausgeklammert, sie soll die aufführen, die tatsächliche oder beinahe Ergebnisse erzielt haben.

John W. Eckling hat einen "Permanentmagnetmotor" erfunden und 1974 patentieren lassen. Dabei soll er ein Ergebnis von einer Einheit  Input zu drei Einheiten Output erzielt haben, vorrangig durch die Kombination einer Gleichstomwicklung (Input) zu einer Wechselstomwicklung (Output). Die Forschung daran würde in den USA und in Dänemark fortgesetzt.
Die gleichen Ansätze hat auch Howard Johnson verfolgt, der seinen Magnetmotor 1979 in den USA patentieren lies.

Mike Bradys "Perendev-Motor" soll ohne Zufuhr von Energie lange Laufzeiten erzielt haben. Es gäbe jedoch noch technische Schwierigkeiten. Seine Verhaftung in der Schweiz hinderte ihn jedoch daran diese durchzuführen.

Der "Magnetmotor" von Hokei Minato soll einen so hohen Wirkungsgrad aufweisen, daß seine Motoren bis zu 80% weniger Energie benötigen, als herkömmliche Antriebe.

John Bedinis "Magnetmotor"  läuft im Gegensatz zu Minatos Motor, einmal angeworfen, ohne Unterbrechung weiter. Es sollen mehrere davon produziert und im Dauerbetrieb getestet worden sein.

Falls bisher die Ergebnisse alle Magnetmotoren betrafen, ist festzustellen, daß in dem Buch nicht nur darauf eingegangen wird, handelt es sich doch um die "Urkraft des Universums". Leider konnten andere Verfahren keinen Eingang in die Liste finden (siehe oben), bis auf eines:

Paolo und Alexandra Correas "Kaltkathoden-Vakuumentladungsplasma-Reaktor". Hierzu schreibt Jebens: "Auch bei Correas System wird elektrische Ausgangsenergie erzeugt, die die Eingangsenergie erheblich übersteigt.". Auch weißt der Autor darauf hin, daß die Erfindung von der amerikanischen Autoindustrie gesponsert wird.

Jetzt wird sich jeder fragen, bei den Ergebnissen, wo bleibt da die Industrie? Staaten wie China, Indien, Japan und viele andere, müssen doch ihre Universitäten gradezu anweisen, ihre Forschung entsprechend auszurichten(?). Was geht da vor? Haben am Ende die Verschwörungstheoretiker recht, die davon ausgehen, daß die beherrschenden Energiekonzerne die Entwicklung absichtlich behindern? Ist es die Arroganz der etablierten Naturwissenschaftler, die diese Thesen einfach ignorieren?


 Das Buch erschien 2006 im "Jupiter-Verlag".


ISBN 3-906571-23-8


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